Russische Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur lassen Hunderttausende im Winter ohne Strom und Wasser. Die Angriffe zielten auf Dnipropetrowsk und Saporischschja, mit 800.000 Betroffenen. Internationale Organisationen verurteilen die Angriffe als Kriegsverbrechen.
Winterkrise vertieft sich nach russischen Angriffen auf ukrainische Energieinfrastruktur
Hunderttausende Ukrainer sind mit einem bitterkalten Winter ohne Strom, Heizung oder Wasser konfrontiert, nachdem eine neue Welle russischer Angriffe auf kritische Energieinfrastruktur getroffen hat. Die nächtlichen Angriffe vom 7. auf den 8. Januar 2026 zielten auf Regionen nahe der Frontlinie ab, wodurch etwa 800.000 Menschen in der Region Dnipropetrowsk ohne Strom saßen und die Wasserversorgung in mehreren Gebieten unterbrochen wurde.
Regionale Auswirkungen und Nothilfe
Die Angriffe verursachten, was lokale Behörden als den schlimmsten Stromausfall seit Jahren für die Region Saporischschja beschrieben, obwohl die Stromversorgung dort innerhalb von sieben Stunden wiederhergestellt wurde. 'Saporischschja hat seit Jahren keinen solchen Blackout mehr erlebt, aber glücklicherweise haben die Verantwortlichen schnell reagiert,' sagte der regionale Gouverneur Iwan Fedorow. 'Es war eine schwierige Nacht für die Region, aber das Licht wird immer siegen.'
In Dnipropetrowsk bleibt die Situation ernst mit mehr als 1 Million betroffenen Menschen. Acht Bergwerke in der Region waren ohne Strom, obwohl die Bergleute erfolgreich evakuiert wurden. Notfallteams arbeiten rund um die Uhr daran, die Dienste wiederherzustellen, wobei kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser und Wasserversorgungseinrichtungen Priorität haben.
Strategische Zielsetzung ziviler Infrastruktur
Diese Angriffe stellen eine Fortsetzung der russischen Strategie dar, das ukrainische Energienetz während der Wintermonate ins Visier zu nehmen – eine Taktik, die von internationalen Organisationen weithin verurteilt wird. Laut einem Menschenrechtsbericht der Vereinten Nationen haben russische Angriffe etwa 9 Gigawatt an Erzeugungskapazität zerstört – das entspricht der Hälfte des ukrainischen Winterbedarfs – und 73 % der thermischen Energieeinheiten beschädigt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte wütend in den sozialen Medien: 'Es gibt absolut keinen militärischen Grund, solche Angriffe auf die Energieversorgung durchzuführen, wodurch gewöhnliche Menschen im Winter ohne Wärme und Strom dastehen.' Er beschrieb die Angriffe als 'vorsätzliche Quälerei', die darauf abziele, die Moral der Zivilbevölkerung zu brechen.
Internationale Verurteilung und humanitäre Bedenken
Der Zeitpunkt dieser Angriffe ist besonders besorgniserregend, da die Ukraine einer bevorstehenden Kältefront entgegensieht. Die Angriffe kommen nur Wochen nach ähnlichen Angriffen, bei denen mehr als eine Million Menschen in Kiew nach Weihnachten ohne Heizung dastanden. 'Dies ist der größte Angriff auf die Gesundheit einer Nation seit dem Zweiten Weltkrieg,' laut humanitären Bewertungen der russischen Zielsetzung von Energieinfrastruktur.
Westliche Führungspersönlichkeiten haben die Angriffe verurteilt, wobei NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg frühere ähnliche Angriffe als 'abscheulich und ungezielt' bezeichnete. Die Europäische Kommission hat solche Angriffe als 'barbarisch' beschrieben. Unterdessen behauptete das russische Verteidigungsministerium, die Angriffe hätten auf 'Energie- und Hafeninfrastruktur der ukrainischen Armee' gezielt, obwohl kein Beweis für diese Behauptung vorgelegt wurde.
Breiterer Kontext und Energiekrise
Laut Wikipedia-Dokumentation hat Russland seit Oktober 2022 systematisch ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier genommen, mit Wellen von Raketen- und Drohnenangriffen, die die Stromerzeugungskapazität des Landes auf nur noch ein Drittel des Vorkriegsniveaus reduziert haben. Diese Angriffe werden nach dem Völkerrecht als Kriegsverbrechen angesehen.
DTEK, der größte private Energieversorger der Ukraine, hat erklärt, dass sie sich aufgrund der anhaltenden russischen Angriffe in einem permanenten Krisenmodus befinden. CEO Maxim Timchenko merkte an, dass sie 'einfach keine Zeit haben, sich zu erholen' von den häufigen Angriffen, wie von BBC News berichtet.
Während Notfallteams daran arbeiten, die Dienste wiederherzustellen, drängen ukrainische Beamte die Bewohner, den Stromverbrauch einzuschränken, um weitere Stromausfälle zu verhindern. Die humanitären Auswirkungen werden sich mit dem bevorstehenden Winterwetter voraussichtlich verschlimmern, wobei gefährdete Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Vertriebene besonders gefährdet sind.
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