EU KI-Gesetz: 2. August 2026 Deadline | Compliance

EU KI-Gesetz: 2. August 2026 - Strafen bis 35 Mio. € oder 7% Umsatz. 78% der Unternehmen unvorbereitet. Compliance, Risikokategorien, Brüssel-Effekt. Mehr lesen.

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Ausgabe: DE

EU-KI-Gesetz: Durchsetzung ab 2. August 2026

Die EU-KI-Verordnung (2024/1689) tritt am 2. August 2026 in ihre wichtigste Phase: verbindliche Regeln für Hochrisiko-KI und allgemeine KI-Modelle (GPAI). Strafen bis zu 35 Mio. Euro oder 7 % des globalen Jahresumsatzes. Die Verordnung ist der weltweit erste umfassende KI-Rechtsrahmen.

Was ist das EU-KI-Gesetz?

Der risikobasierte Rahmen stuft KI in vier Stufen ein: inakzeptables Risiko (verboten), hohes Risiko (strenge Pflichten), begrenztes Risiko (Transparenz) und minimales Risiko (frei). Hochrisikosysteme umfassen kritische Infrastruktur, Gesundheitswesen, Beschäftigung, Strafverfolgung und Justiz. GPAI-Modelle wie ChatGPT haben eine eigene Kategorie. Verbote gelten seit Februar 2025, GPAI-Transparenz seit August 2025, jetzt Hochrisiko ab August 2026.

Wichtige Compliance-Pflichten für Hochrisiko-KI

Organisationen müssen ein Risikomanagement-System, Datenverwaltung, technische Dokumentation, menschliche Aufsicht, Transparenz und Konformitätsbewertung implementieren.

Artikel 50 Transparenzpflichten

Artikel 50 verlangt, dass KI-Systeme, die mit Menschen interagieren, ihre künstliche Natur offenlegen – für Chatbots, Deepfakes und KI-generierte Inhalte. Die Transparenzregeln des EU-KI-Gesetzes verlangen Kennzeichnung.

Strafen und Durchsetzung

Gestaffelte Strafen: bis zu 35 Mio. Euro oder 7 % des Umsatzes für verbotene Praktiken, 15 Mio. oder 3 % für Pflichtverstöße, 7,5 Mio. oder 1,5 % für Irreführung. Für KMU gilt die niedrigere Summe. Bislang noch keine Strafen verhängt.

Der Brüssel-Effekt: Globale Auswirkungen

Das Gesetz gilt extraterritorial. Große Tech-Unternehmen wie OpenAI, Google und Microsoft passen sich an. Länder wie Brasilien, Kanada, Japan und US-Bundesstaaten übernehmen ähnliche Regeln – der Brüssel-Effekt.

Compliance-Lücke: 78 % unvorbereitet

Laut Vision Compliance haben 78 % der Unternehmen keine Maßnahmen ergriffen. 83 % haben kein KI-Inventar, 74 % keinen Compliance-Beauftragten, 61 % keine Prozesse für technische Dokumentation. Nur 8 von 27 EU-Staaten haben nationale Behörden benannt. Jährliche Kosten: 500.000 € für KMU bis 15 Mio. € für Großunternehmen. Der ACRI-Index liegt bei 30,4/100. Das Digital-Omnibus-Paket zu KI (Mai 2026) verlängerte Fristen für einige Hochrisikosysteme bis Dezember 2027, aber Artikel 50 und GPAI-Strafen bleiben beim 2. August 2026.

Was Unternehmen jetzt tun müssen

KI-Inventar erstellen, Compliance-Beauftragten ernennen, Risikomanagement-Rahmen einführen, technische Dokumentation vorbereiten und mit Behörden zusammenarbeiten.

FAQ: EU-KI-Gesetz August 2026

Was ist das EU-KI-Gesetz?

Das EU-KI-Gesetz (Verordnung 2024/1689) ist der weltweit erste umfassende KI-Rechtsrahmen, der Systeme nach Risiko einstuft und Pflichten für Anbieter und Betreiber festlegt.

Wann tritt das EU-KI-Gesetz in Kraft?

Die vollständige Durchsetzung für Hochrisiko-KI beginnt am 2. August 2026. Verbote gelten seit Februar 2025, GPAI-Transparenz seit August 2025.

Welche Strafen drohen?

Bis zu 35 Mio. Euro oder 7 % des Umsatzes für verbotene Praktiken, 15 Mio. oder 3 % für Pflichtverstöße, 7,5 Mio. oder 1,5 % für Irreführung.

Gilt das Gesetz auch für Nicht-EU-Unternehmen?

Ja, extraterritorial: es gilt für alle, die KI auf dem EU-Markt anbieten oder EU-Bürger betreffen.

Was sind Hochrisiko-KI-Systeme?

KI in kritischer Infrastruktur, Gesundheitswesen, Bildung, Beschäftigung, Strafverfolgung, Migration, Justiz und demokratischen Prozessen mit strengen Auflagen.

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