Musk fordert 134 Milliarden von OpenAI und Microsoft

Elon Musk fordert bis zu 134 Milliarden US-Dollar von OpenAI und Microsoft wegen ungerechtfertigter Gewinne aus seiner frühen Investition von 38 Millionen. Der Prozess beginnt im April 2026.

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Elon Musks Milliardenschadenklage gegen KI-Giganten

Tech-Milliardär Elon Musk hat seinen Rechtsstreit gegen OpenAI und Microsoft mit einer Schadensersatzforderung von bis zu 134 Milliarden US-Dollar eskaliert, was möglicherweise zu einer der größten Unternehmensklagen der Geschichte werden könnte. Der Tesla- und SpaceX-CEO behauptet, die KI-Unternehmen hätten 'ungerechtfertigte Gewinne' dank seiner frühen Unterstützung und Beiträge erzielt, als er OpenAI 2015 mitbegründete.

Kern des Konflikts

Musk stellt dar, dass er entscheidend für die frühe Entwicklung von OpenAI war, mit etwa 60% der anfänglichen Startfinanzierung – 38 Millionen US-Dollar – und Hilfe bei der Rekrutierung von Schlüsselpersonal, der Knüpfung von Geschäftskontakten und der Glaubwürdigkeitsvermittlung für das Startup. Laut Gerichtsdokumenten berechnete Finanzexperte C. Paul Wazzan, dass OpenAI zwischen 65,5 und 109,4 Milliarden US-Dollar an 'ungerechtfertigten Gewinnen' verdient habe, während Microsoft zwischen 13,3 und 25,1 Milliarden US-Dollar an Vorteilen aus Musks Beiträgen gezogen habe.

'OpenAI hat ein Muster der Täuschung und Verletzung ihrer Gründungsprinzipien gezeigt,' erklärte Musk in Gerichtsdokumenten. 'Was als Non-Profit-Organisation begann, die sich der Entwicklung sicherer KI für die Menschheit widmete, ist zu einem gewinnorientierten Unternehmen geworden, das sich auf Kosten seiner ursprünglichen Mission bereichert hat.'

Reaktion von OpenAI und Gegenklagen

OpenAI hat Musks Vorwürfe entschieden zurückgewiesen und bezeichnet die Klage als 'unbegründet' und als Teil dessen, was sie als Musks 'anhaltendes Muster der Einschüchterung' beschreiben. OpenAI-CEO Sam Altman hat angedeutet, dass Musks Motive möglicherweise wettbewerbsbedingt sind, da Musk 2023 sein eigenes KI-Unternehmen xAI gründete, das den Chatbot Grok als Konkurrenten zu OpenAIs ChatGPT entwickelte.

'Diese Klage stellt einen Versuch dar, OpenAIs Erfolg durch juristische Einschüchterung zu untergraben,' sagte ein OpenAI-Sprecher gegenüber CNBC. 'Elon wollte die vollständige Kontrolle über OpenAI, und als er sie nicht bekam, verließ er das Unternehmen und versucht nun, von unserem Erfolg zu profitieren.'

Historischer Kontext und Gründungsprinzipien

OpenAI wurde im Dezember 2015 als Non-Profit-Forschungsorganisation mit der Mission gegründet, 'sichere und nützliche' künstliche allgemeine Intelligenz zu entwickeln. Laut Wikipedia wurde die Organisation von Musk, Altman, Greg Brockman, Ilya Sutskever und anderen mit 1 Milliarde US-Dollar zugesagtem Kapital gegründet, obwohl bis 2019 nur 130 Millionen US-Dollar eingegangen waren. Musk diente als Co-Vorsitzender bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2018 aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Unternehmensrichtung.

Der aktuelle Rechtsstreit dreht sich um die Umstrukturierung von OpenAI im Jahr 2023, die eine gewinnorientierte Tochtergesellschaft schuf, während eine Non-Profit-Stiftung erhalten blieb. Diese Verschiebung, so Musk, verletzte die ursprüngliche Vereinbarung, dass OpenAI eine Non-Profit-Organisation bleiben würde, die sich der Open-Source-KI-Entwicklung widmet.

Bevorstehender Prozess und Branchenimplikationen

Der Fall ist für die Verhandlung am 27. April 2026 in Oakland, Kalifornien, angesetzt und wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Rechtsexperten deuten an, dass das Ergebnis weitreichende Auswirkungen auf die KI-Branche haben könnte, möglicherweise Präzedenzfälle dafür schaffend, wie Gründungsvereinbarungen in sich schnell entwickelnden Tech-Sektoren interpretiert und durchgesetzt werden.

Microsoft, das mehr als 13 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert hat und Azure-Cloud-Computing-Ressourcen bereitstellt, hat sich OpenAI in der Verteidigung gegen Musks Ansprüche angeschlossen. Der Software-Gigant erklärt, dass seine Partnerschaft mit OpenAI transparent gewesen sei und der verantwortungsvollen Förderung der KI-Technologie diene.

Während der Prozess näher rückt, verfolgen Branchenbeobachter die Entwicklungen genau. 'Dieser Fall geht über finanzielle Entschädigung hinaus,' sagte KI-Ethikerin Dr. Sarah Chen. 'Er wirft grundlegende Fragen zur Unternehmensverantwortung, ethischen Verpflichtungen in der Tech-Branche und dazu auf, wie wir sicherstellen, dass mächtige Technologien wie KI ihren erklärten Zielen treu bleiben.'

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