Neue Klimafinanzierungs-Fazilität für Kleinbauern gestartet
Eine wichtige neue Klimafinanzierungsinitiative hat ihre Türen für Kleinbauern weltweit geöffnet. Sie bietet ein umfassendes Paket aus Darlehen, Zuschüssen und technischer Unterstützung, das darauf ausgelegt ist, landwirtschaftliche Gemeinschaften dabei zu helfen, Klimaresilienz aufzubauen und gleichzeitig nachhaltige Praktiken anzuwenden. Die Catalytic Climate Finance Facility (CC Facility), eine Partnerschaft zwischen der Climate Policy Initiative und Convergence, hat ihre vierte Ausschreibungsrunde mit speziellem Fokus auf nachhaltige Landwirtschaft in Subsahara-Afrika und Südasien gestartet.
Umfassendes Unterstützungspaket
Die Fazilität bietet bis zu 500.000 US-Dollar an Zuschussfinanzierung pro ausgewähltem Projekt, zusammen mit maßgeschneiderter technischer Unterstützung über 12-18 Monate. Diese Unterstützung zielt darauf ab, frühe und marktreife Blended-Finance-Strukturen zu skalieren und privates Kapital für Klimaschutzmaßnahmen zu mobilisieren. 'Diese Fazilität stellt einen entscheidenden Schritt dar, um die Klimafinanzierungslücke für Kleinbauern zu schließen, die an vorderster Front des Klimawandels stehen,' sagte Dr. Sarah Chen, Direktorin für Klimafinanzierung bei der Climate Policy Initiative. 'Indem wir sowohl finanzielle Mittel als auch technisches Know-how bereitstellen, befähigen wir landwirtschaftliche Gemeinschaften, klimasmarte Praktiken umzusetzen, die Resilienz und Produktivität verbessern.'
Kleinbauernhöfe, definiert als kleinbäuerliche Betriebe, die typischerweise einzelne Familien ernähren, repräsentieren schätzungsweise 500 Millionen Höfe allein in Entwicklungsländern und unterstützen weltweit fast zwei Milliarden Menschen. Diese Betriebe sind unverhältnismäßig stark Klimarisiken ausgesetzt, obwohl sie einen bedeutenden Beitrag zur globalen Nahrungsmittelproduktion leisten, insbesondere für Kulturen wie Kakao (90% von Kleinbauern angebaut), Kaffee und Palmöl.
Gezielte landwirtschaftliche Lösungen
Die aktuelle Finanzierungsrunde der CC Facility konzentriert sich speziell auf nachhaltige landwirtschaftliche Lösungen, die katalytisches Potenzial, finanzielle Nachhaltigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und lokalen Kapazitätsaufbau demonstrieren. Zu den förderfähigen Initiativen gehören klimaresiliente landwirtschaftliche Praktiken, regenerative Landwirtschaft, Bodenverbesserung, Wassersparsysteme und die Integration erneuerbarer Energien für landwirtschaftliche Betriebe.
'Kleinbauern wurden historisch von traditionellen Finanzsystemen unterversorgt,' bemerkte Michael Rodriguez, ein Senior-Spezialist für Agrarfinanzierung. 'Diese Fazilität adressiert mehrere Barrieren gleichzeitig – sie bietet Kapital für Klimaanpassung, während sie technische Kapazitäten aufbaut und Wege schafft, um erfolgreiche Modelle zu skalieren.'
Bewerbungsprozess und Zeitplan
Die Bewerbungsfrist für die aktuelle Finanzierungsrunde ist der 24. April 2025. Der dreistufige Auswahlprozess umfasst die Einreichung einer Konzeptnotiz, die Entwicklung eines vollständigen Antrags und eine Due-Diligence-Prüfung. Erfolgreiche Antragsteller erhalten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Zugang zu Netzwerken, Expertise und Wissensaustauschplattformen, um ihre Klimaschutzlösungen zu beschleunigen.
Bisher hat die CC Facility mehr als 6,39 Millionen US-Dollar an 17 Blended-Klimafinanzierungsstrukturen weltweit vergeben, die Initiativen im asiatisch-pazifischen Raum, in Subsahara-Afrika, Lateinamerika und Südasien unterstützen. Diese Projekte zielen gemeinsam auf die Mobilisierung von 100 Millionen US-Dollar an katalytischem Geberkapital ab.
Zusätzliche Programme und globaler Kontext
Diese Initiative ergänzt andere Programme zur Finanzierung klimasmarter Landwirtschaft, darunter die Climate-Smart Agriculture and Farm Loan Programs des USDA, die US-Farmern Darlehen von bis zu 1,8 Millionen US-Dollar für die Anwendung nachhaltiger Praktiken bieten. Die CC Facility konzentriert sich jedoch speziell auf Entwicklungsländer, in denen Kleinbauern die größten Klimarisiken erfahren.
Der Ansatz der Fazilität steht im Einklang mit dem Nachhaltigen Entwicklungsziel 2 (Kein Hunger) und zielt speziell auf Indikator 2.3 ab, der die Produktivität und das Einkommen von kleinbäuerlichen Nahrungsmittelproduzenten misst. Durch die Unterstützung klimaresilienter Landwirtschaft trägt das Programm auch zu den Klimaschutzbemühungen bei, da die nachhaltige Intensivierung für Kleinbauern von Project Drawdown als eine wichtige Methode zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen identifiziert wurde.
'Was diese Fazilität einzigartig macht, ist ihr Blended-Finance-Ansatz,' erklärte Maria Gonzalez, Programmdirektorin von Convergence. 'Wir bieten nicht nur Zuschüsse – wir bauen Finanzierungsstrukturen auf, die private Investitionen anziehen können, wodurch nachhaltige Finanzierungsmodelle entstehen, die in verschiedenen Regionen und Agrarsystemen repliziert werden können.'
Während der Klimawandel die globale Ernährungssicherheit weiterhin bedroht, stellen Initiativen wie die CC Facility kritische Interventionen dar, um die landwirtschaftlichen Gemeinschaften zu unterstützen, die am stärksten von veränderten Wettermustern, Wasserknappheit und extremen Klimaereignissen betroffen sind. Der Erfolg dieser Programme kann bestimmen, ob sich Kleinbauern an die Klimaherausforderungen anpassen können, während sie ihren Lebensunterhalt sichern und zu den globalen Ernährungssystemen beitragen.