Augenzeugen schildern Panik bei tödlichem Cafébrand in Schweizer Skigebiet

Augenzeugen schildern die Panik bei einem Brand in der Bar Le Constellation im Skigebiet Crans-Montana, der während der Silvesterfeier mehr als 40 Menschenleben forderte und etwa 100 verletzte. Das Feuer breitete sich aufgrund der hölzernen Bauweise rasend schnell aus und überforderte die Rettungskräfte.

Horror in den Alpen: Silvesterfeier wird zur Tragödie

In den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2026 verwandelte sich das, was eine fröhliche Silvesterfeier in der Bar Le Constellation im noblen Schweizer Skigebiet Crans-Montana hätte sein sollen, in eine Szene unvorstellbaren Horrors. Der verheerende Brand, der durch den beliebten Nachtclub wütete, forderte mehr als 40 Todesopfer und verletzte etwa 100 Menschen, viele davon mit schweren Verbrennungen. Während die Ermittler daran arbeiten, die genaue Ursache festzustellen, zeichnen Augenzeugenberichte ein erschütterndes Bild von Panik, Chaos und verzweifelten Fluchtversuchen.

'Es war reine Panik'

Mehrere Augenzeugen sind mit ergreifenden Schilderungen der Tragödie an die Öffentlichkeit getreten. 'Es war reine Panik, alle schrien,' erzählten zwei Französinnen, die sich in der Bar befanden, dem französischen Sender BFM TV. Sie beschrieben, wie die Flammen plötzlich auftauchten und die Menge zu den Ausgängen strömte. 'Der Ausgang war ziemlich klein für die Anzahl der Anwesenden,' bemerkten sie und fügten hinzu, dass jemand ein Fenster einschlug, um einen weiteren Fluchtweg zu schaffen.

Ein 18-jähriger Mann erzählte Radio Télévision Suisse (RTS), dass er nach dem Erlebten immer noch unter Schock stehe. 'Ich war mit Freunden auf dem Weg zu einer anderen Bar in der Nähe. Es war voll und wir sahen Rauch aus der Bar aufsteigen,' erzählte er. 'Ich rief die Polizei. Während ich das tat, gab es eine Explosion und eine Flamme schlug nach draußen.' Er sah Menschen nach draußen rennen und wie Eingeschlossene versuchten, Fenster mit Stühlen einzuschlagen.

Schnelle Ausbreitung und knappe Fluchten

Zeugen beschrieben, wie schnell sich das Feuer in dem Lokal ausbreitete. 'Alles war aus Holz,' bemerkte ein Beobachter und erklärte, wie die Holzdecke innerhalb von Sekunden in Flammen stand. Laut dem Wikipedia-Artikel zum Vorfall berichteten Augenzeugen, dass das Feuer begann, als eine Kellnerin, die eine Champagnerflasche mit angezündeten Wunderkerzen hielt, auf den Schultern eines Kellners getragen wurde, wobei Flammen die Holzdecke entzündeten. Das Feuer breitete sich dann rasend schnell aus und verursachte einen Flashover und Explosionen.

Die beiden Französinnen konnten über eine schmale Treppe entkommen, die ins Erdgeschoss führte. Sie berichteten, dass das Feuer innerhalb weniger Minuten das Erdgeschoss erreichte. Ein weiterer Bewohner des Skigebiets beschrieb, wie er schreiende Menschen sah und Körper auf dem Boden liegen sah, wahrscheinlich tot, mit Jacken über ihrem Gesicht.

Internationale Reaktionen und medizinische Krise

Die Tragödie löste eine Welle internationaler Anteilnahme und Hilfsangebote aus. Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin, der am ersten Tag seiner Amtszeit den Unglücksort besuchte, sprach sein Beileid aus und sagte: 'Ein Moment der Freude hat sich in eine Tragödie verwandelt.' Der französische Präsident Emmanuel Macron bot die Unterstützung Frankreichs an, während die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Solidarität bekundete und medizinische Hilfe anbot.

Das Ausmaß der Katastrophe überforderte die lokalen medizinischen Einrichtungen. Laut der Live-Berichterstattung von The Guardian erreichten die Intensivstationen im Kanton Wallis ihre volle Kapazität, sodass Patienten in andere Schweizer Krankenhäuser verlegt werden mussten. Auch niederländische Verbrennungszentren, darunter das Rode Kruis Ziekenhuis in Beverwijk, das Maasstad Ziekenhuis in Rotterdam und das Martini Ziekenhuis in Groningen, haben ihre Expertise und Kapazitäten angeboten.

Ermittlungen und Sicherheitsbedenken

Die Behörden haben Terrorismus als Ursache ausgeschlossen, wobei die Polizei bestätigte, dass kein Sprengsatz im Spiel war. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Umstände, die zur raschen Ausbreitung des Feuers führten. Die Wikipedia-Seite für Crans-Montana stellt fest, dass das Skigebiet ein beliebtes Ziel in den Schweizer Alpen ist, bekannt für seine Skianlagen und Golfplätze. Die Tragödie hat Fragen zu Brandschutzvorschriften in Holzkonstruktionen und Notausgangsanforderungen für stark frequentierte Lokale aufgeworfen.

Während sich vor den verkohlten Überresten der Bar Le Constellation Blumen ansammeln, trauert die Gemeinschaft von Crans-Montana und die internationale Skigemeinschaft um den Verlust von Menschenleben in dem, was eine Feier neuer Anfänge hätte sein sollen. Der Vorfall dient als schmerzhafte Erinnerung daran, wie schnell festliche Anlässe tragisch enden können und wie wichtig rigorose Sicherheitsvorkehrungen in Vergnügungsstätten sind.

Emma Dupont

Emma Dupont ist eine engagierte Klimareporterin aus Frankreich, bekannt für ihren Einsatz für Nachhaltigkeit und ihren einflussreichen Umweltjournalismus, der weltweit Bewusstsein schafft.

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