Dordrecht Observatorium versteigert Meteorit für 1,7 Millionen Euro

Dordrecht Observatorium verkauft 240kg Gibeon-Meteorit für 1,7M€, doppelt erwarteter Preis, sichert Zukunftsfunding für Renovierungen und Planetariumsvollendung.
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Historische Meteoritenauktion übertrifft Erwartungen

Das Sterrenwacht Mercurius in Dordrecht hat einen bemerkenswerten finanziellen Durchbruch erzielt, nachdem ein seltenes 240-Kilogramm-Fragment des Gibeon-Meteoriten für 1,7 Millionen Euro versteigert wurde. Die Auktion, durchgeführt von Hessink Fine Art Auctioneers, übertraf die Vorverkaufsschätzungen von 800.000 bis 1 Million Euro bei weitem und verschaffte dem kämpfenden Observatorium essentielle Finanzierung für sein Überleben und seine Erweiterung.

Finanzielle Rettungsleine für Observatorium

Erik Blokland, ein Vertreter des Dordrecht Observatoriums, beschrieb das Ergebnis als "bizarr und fantastisch". Das Observatorium hatte mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und beschloss, den Meteoriten zu versteigern, um seine Zukunft zu sichern. "Wir schwitzten an Stellen, von denen wir nicht wussten, dass sie schwitzen können," gab Blokland zu, als die Gebote die Erwartungen übertrafen.

Der Gibeon-Meteorit: Ein kosmischer Schatz

Der versteigerte Meteorit repräsentiert ein bedeutendes Stück kosmischer Geschichte. Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstanden, entstand der Gibeon-Meteorit als geschmolzener Kern eines Asteroiden, der zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreiste. Dieses spezifische Fragment zeigt das distinctive Widmanstätten-Muster—dreieckige kristalline Strukturen, die sich in Eisen-Nickel-Legierungen während extrem langsamer Abkühlung im Vakuum des Weltraums bilden.

Historische Bedeutung und Reise

Der ursprüngliche Gibeon-Meteorit mit einem Gewicht von etwa 26.000 Kilogramm zerbrach beim atmosphärischen Eintritt vor Tausenden von Jahren und verteilte sich über das heutige Namibias Kalahari-Wüste. Indigene Nama-Völker entdeckten und nutzten das meteoritische Eisen zunächst für Werkzeuge und Waffen. Während der Kolonialzeit wurden Fragmente nach Europa transportiert, wobei dieses spezifische 240-Kilogramm-Stück zuvor im Besitz eines in Arizona ansässigen Unternehmens war, bevor es 2004 vom Sterrenwacht Mercurius erworben wurde.

Zukunftspläne für Observatorium

Der unerwartete Geldsegen ermöglicht umfassende Renovierungen der Observatoriumseinrichtungen und den Abschluss eines geplanten Planetariums. Die Mittel sichern den Fortbestand der Institution als Bildungs- und astronomische Ressource für die Dordrecht-Gemeinschaft und darüber hinaus.

Meteoritenmarktentwicklungen

Diese Auktion setzt einen neuen Maßstab für Meteoritenverkäufe und spiegelt das wachsende Interesse an weltraumbezogenen Sammlerstücken und wissenschaftlichen Exemplaren wider. Der Höchstbietende wurde nur als "amerikanischer Bieter" identifiziert, was den Trend internationaler Sammler fortsetzt, die in bedeutende kosmische Artefakte investieren.

Mei Zhang
Mei Zhang

Mei Zhang ist eine preisgekrönte Umweltjournalistin aus China, die für ihre wegweisende Berichterstattung über Nachhaltigkeit bekannt ist. Ihre Arbeit beleuchtet kritische ökologische Herausforderungen und Lösungen.

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